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Amazon Echo – Alexa Testbericht von Cem Tören, Referent elektronische Hilfsmittel für blinde Menschen des BBSB e. V. - BBSB-Inform - 14.07.2017

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe den Lautsprecher „Amazon Echo“ für Sie getestet. Lesen Sie bitte nachfolgend meinen Bericht.

Auspacken und Aufbauen

Nachdem man den Versandkarton geöffnet hat, hält man die Verpackung des Amazon Echos in Händen, die wie ein kleinerer Schuhkarton geformt ist. An den kürzeren Seiten ist jeweils ein Foliensiegel angebracht, das man durchschneiden muss. Nun kann man den Umkarton einfach abziehen.

Nun trennt man ein weiteres Foliensiegel auf, wieder an der kürzeren Kartonseite, und man kann die kürzere Seite öffnen, dadurch entfaltet sich der gesamte Karton und man hat den Inhalt in Händen.

Es sind zwei Dinge enthalten, nämlich der Echo selbst und ein kleiner Karton, in dem das Netzteil mit Netzstecker enthalten ist.

Der Echo ist zylinderförmig, etwa faustgroß im Durchmesser und ca. 20 cm hoch. Die Unterseite erkennt man recht leicht, da sie gummiert ist, was für einen besseren und sicheren Stand sorgt. Eine Seite des Bodens ist abgesenkt und am Umfang bemerkt man eine Kerbe – hier wird das Netzkabel durchgeführt. Den Netzstecker steckt man in der länglichen, abgesenkten Seite des Bodens ein.


 

Genau gegenüber der Kerbe am Umfang befindet sich ein ziemlich kleines Loch, das mit Fingern kaum zu fühlen ist. Hier kann man mit einer Büroklammer den Echo auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Dies ist sinnvoll, wenn man den Echo weitergeben will, oder – wie in meinem Fall – bei der Installation etwas schief läuft.

 

 

Auf der Oberseite befinden sich lediglich zwei Taster. Schaut man von oben auf den Echo, und das Netzkabel geht von einem weg, ist der linke Taster zum Ein- und Ausschalten des Echos und für die WLAN Einrichtung. Der rechte Taster ist zur Stummschaltung der Mikrofone.

 

 

Lauter und leiser wird durch Drehen des Ringes rund um die Oberseite realisiert, kann aber auch durch einen Sprachbefehl gemacht werden.

 

 

Aufstellen sollte man, laut Angaben von Amazon, den Echo nicht näher als 20 cm zur nächsten Wand. Hat man eine geeignete Stelle gefunden, geht es mit den nächsten Schritten weiter.

 

 

Einrichten

 

Vor dem ersten Einstecken des Netzsteckers und dem Einschalten des Echos die App aus dem App Store laden. Diese findet sich leicht mit dem Suchbegriff „Alexa“. Hier meldet man sich mit seinen Amazon-Kundendaten (E-Mail oder Handynummer und das entsprechende Passwort).

 

 

Hat man sich nun in der Alexa-App angemeldet, kann man den Echo mit dem Strom verbinden, er schaltet sich automatisch ein. Man wird vom Echo begrüßt mit dem Hinweis, dass die Einrichtung über die App erfolgt. Anschließend drückt man den linken Knopf auf der Oberseite für ca. 5 Sekunden. Für Sehende wird der Ring um den Knopf rot, dies aktiviert das WLAN.

 

 

Nun geht man in der App ganz unten auf den Schalter „Echo einrichten“. Die weiteren Schritte werden ganz leicht und verständlich von der App erklärt, sind auch alle voll zugänglich. Leider hat die App aber auch einige Schwächen, dazu später mehr.

 

 

Beachten muss man nur die Schritte bei der WLAN-Verbindung. Hierzu baut der Echo einen Hotspot auf, mit dem man durch Verlassen der App und Wechsel in die Einstellungen WLAN sich hier aus der Liste mit dem gefundenen Amazon WLAN kurzzeitig verbinden muss. Nachdem die Verbindung zwischen Handy und Echo aufgenommen wurde, wird dies auch akustisch mitgeteilt.

 

 

Dazwischen muss man noch bestätigen, dass Echo auf den eigenen Standort zugreifen darf, was für die Wettervorhersage oder auch für Reiseplanungen sinnvoll ist.

 

 

Nun wird man in der App aufgefordert, das entsprechende WLAN-Passwort einzugeben. Und damit ist die Einrichtung des Echos auch schon abgeschlossen. Es wird auch wieder akustisch bestätigt, dass Echo nun mit dem Internet verbunden ist.

 

 

Bedienung, Hilfe und Skills

 

Die Bedienung ist denkbar einfach, man muss sich eigentlich nur merken, alle Kommandos mit „Alexa“ beginnen zu lassen. Der einfachste Einstieg: „Alexa, wie spät ist es?“ oder „Alexa, wie viel Uhr ist es?“ (Hinweis: durch Drehen des Ringes am oberen Rand kann man die Lautstärke verringern oder erhöhen.)

 

 

Eine einfache Anfrage „Alexa, wie ist das Wetter?“ führt zu einem recht detaillierten Wetterbericht.

 

 

Natürlich kann man die Funktionen des Echos auch erweitern. Dies geschieht in diesem Fall über Skills, die eine Verbindung zu einem Dienst aufbauen. Hier gibt es inzwischen auch eine recht große Auswahl; so zum Beispiel „Toralarm“ für die Fußballer unter uns, oder Einkaufslisten, Radiosender und so weiter.

 

 

Die meisten Skills kommen mit einer sehr guten Hilfe daher, so auch die bereits vorhandenen. So führt das Kommando „Alexa, spiele Radio“ in die TuneIn-Welt, wo man mit einem weiteren Kommando „Alexa, spiele SWR1“ den Radiosender von SWR1 abspielen kann.

 

 

Gezielte Abfragen gehen ebenso wie z. B. „Alexa, frage Toralarm wie die Ergebnisse der Bundesliga sind“.

 

 

Bei den meisten Skills kann das Anhören der Infotexte helfen, so zum Beispiel beim Radiosender Rock Antenne aus Bayern. Hier wird nach dem Kommando „Alexa, öffne Rock Antenne“ eine Kurzhilfe wiedergegeben. Ein „Alexa, Hilfe“ bringt weiteren Einblick in die Bedienung des Skills.

 

 

Es stehen auch Apps für die Smarthome-Welt zur Verfügung, aber die Auswahl in den Skill-Kategorien ist ziemlich umfangreich. Daher werde ich hier nicht mehr einfache Anwendungen aufführen, sondern es gilt: Testen ist alles!

 

 

Mit dem Sprachkommando kann man im Prinzip nichts falsch machen, außer dass die Rückmeldung „Ich kann dich nicht verstehen“ kommt.

 

 

Nur eines noch: „Alexa, Stop“ bringt alles zum Schweigen, was gerade beim Radio hören recht angenehm ist, da man das Programm ohne weiteres einfach unterbrechen kann.

 

 

Fazit

 

Ich persönlich bin sehr zufrieden mit meinem Echo. Es macht mir in vielen Situationen das Leben leichter. So muss ich nicht in Apps herumprobieren, ob sie auch barrierefrei sind, ich mache es einfach direkt mitten im Wohnzimmer mit einem einfachen Kommando. Und im Vergleich zu Siri bekomme ich auch das, was ich wollte.

 

 

Ich habe das Gefühl, als würde auch die Lernkurve von Alexa steil nach oben gehen, da auch leichter Dialekt verstanden wird. Unheimlich beeindruckend ist, dass selbst bei laufendem Radioprogramm ein „Alexa, Stop“ sofort alles stumm wird.

 

 

Für ein endgültiges Fazit fehlen mir aber noch die Erfahrungswerte, was noch gut für mich einsetzbar ist. Ein großer Kritikpunkt, und für eine so große Firma wie Amazon ein echtes Armutszeugnis, ist die Alexa-App auf dem iPhone. Hier wird ständig der Fokus verloren, wodurch der Zurück-Button nicht richtig ausgelöst wird. Auch mehrmaliges Hin- und Herwischen bringt nichts. Die Lösung ist meistens, die App zu schließen und neu zu starten, oder auch Voice over zu beenden und neu zu starten. Und das ist, gerade beim Stöbern durch die Skills, eine echt nervige Angelegenheit. Gerade hier hoffe ich, dass bei den nächsten Updates sich einiges an der Bedienung bessert.

 

 

Ansonsten mein Rat für alle, die kein Problem damit haben, dass ein runder Zylinder im Wohnzimmer immer ein wenig mitlauscht: Holt es euch! Die Bedienung macht Spaß, ist kinderleicht zu lernen, und der Erfolg zeigt sich sofort, wenn nämlich die Musik spielt, die ihr wollt.

 

 

Da ich kein Prime-Kunde bin, konnte ich leider die Musik, die Amazon anbietet, nicht testen. Aber auch so macht das Gerät Freude und war mir den Anschaffungspreis auf alle Fälle wert!

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Für Rückfragen können sie Cem Tören so erreichen:

 

Referent Elektronische Hilfsmittel für blinde Menschen

 

Tören Cem

 

Mobil: 0172 2490557

 

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