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Sehbehindertentag 2017: Barrierefreiheit im Fokus

 signet einweihung klein

 

Signeteinweihung mit Bayerns Staatssekretär Johannes Hintersberger (l.) / © BBSB e.V.

Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger zeichnet Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB) mit Signet aus

„Barrierefreiheit bedeutet vor allem auch die Barrieren im Kopf abzubauen und die Gesellschaft für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren. Dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund gilt mein besonderer Dank für die professionelle und kompetente Unterstützung bei der Bewältigung dieser gemeinsamen, gesamtgesellschaftlichen Aufgabe.“  

Darauf hat Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger anlässlich des Sehbehindertentags am 6. Juni 2017 hingewiesen als er beim BBSB e.V. zu Besuch war.

Dort weihte er zusammen mit den Landesgeschäftsführern des Vereins Steffen Erzgraber, zuständig für Verbands- und Sozialpolitik, und Christian Scherm, zuständig für Finanzen und Administration, sowie dem Landesverkehrsbeauftragten des BBSB Johannes Voit das Signet „Bayern Barrierefrei - Wir sind dabei“ ein. Mit diesem Signet zeichnet das Bayerische Sozialministerium Institutionen aus, die in Bayern Barrieren abbauen.

In dem sehr kooperativen Gespräch zum gegenseitigen Wissensaustausch wies der Architekt Johannes Voit darauf hin, dass die Anforderungen an bauliche Barrierefreiheit je nach Art der Behinderung oft sehr divergierten. So sei ein öffentlicher Platz ohne Ecken und Kanten für Rollstuhlfahrer ideal, für seheingeschränkte Menschen hingegen geradezu gefährlich, da hier eine Orientierung mit dem Stock nicht mehr möglich sei.    

Johannes Voit leitet das vereinseigene Servicebüro Barrierefreie Umwelt (SBU) und betreut komplexe Bauvorhaben sowie solche, die Vorbildcharakter oder eine landesweite Bedeutung haben, hinsichtlich blinden- und sehbehindertengerechter Gestaltung. Ihm steht bei Beratungen, Empfehlungen und dem Verfassen von Stellungnahmen für Planer, Bauherren, Behörden und Behindertenbeauftragte der Arbeitskreis Barrierefreie Umwelt- und Verkehrsraumgestaltung zur Seite.   

„Ziel all unserer Anstrengungen ist es, ein Umdenken bei Planern und Bauherren zu erreichen: Barrierefreiheit im Sinne der geltenden Normen und Regelungen muss eine Selbstverständlichkeit sein“, sagte Steffen Erzgraber.

Um dem einen Schritt näher zu kommen, hat der BBSB e.V mit großem Erfolg das Projekt FAB – Fachassistenz Barrierefreiheit im öffentlichen Raum in Kooperation mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ins Leben gerufen.
Der Arbeitskreis vermittelte vier Studierenden der Landschaftsarchitektur Wissen über barrierefreies Bauen für blinde und sehbehinderte Menschen. Die so geschulten Studierenden wiederum begleiteten die Mitglieder des Arbeitskreises, die alle selbst blind oder sehbehindert sind, bei Ortsterminen und unterstützten diese in der Beratung.
Auf diesem Weg kann der BBSB zukünftige Akteure im Bauwesen und Multiplikatoren für das Thema sensibilisieren.            

„Das Signet "Bayern Barrierefrei", das wir im Lichte des Sehbehindertentags 2017 anbringen, dokumentiert unsere Aktivitäten und fordert zum Hinsehen und Mitmachen auf“, sagte Erzgraber abschließend. „Wir danken besonders Herrn Staatssekretär Hintersberger, dass er dies durch seinen heutigen Besuch unterstützt.“

 

Foto zum kostenfreien Abdruck im Rahmen der Berichterstattung über den Sehbehindertentag 2017

Hochauflösende Version zum Download
© BBSB e.V.

Bildbeschreibung (Personen von links nach rechts): Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger, BBSB Landesverkehrsbeauftragter Johannes Voit, BBSB Landesgeschäftsführer für Verbands- und Sozialpolitik Steffen Erzgraber und BBSB Landesgeschäftsführer für Finanzen und Administration Christian Scherm weihen das Signet "Bayern Barrierefrei" in der Landesgeschäftsstelle des BBSB e.V. ein.

Übersicht mit den regionalen Ansprechpartner/innen im Arbeitskreis Barrierefreie Umwelt- und Verkehrsraumgestaltung zum Download.

 

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