Donnerstag, 26. August 2021

BBSB Geschäftsbericht 2020 nun für sie erhältlich – BBSB-Inform – 26.08.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

Auch wenn der Eindruck entsteht, das letzte Jahr hat pandemiebedingt stillgestanden, so ist aus dem nun veröffentlichten Geschäftsbericht 2020 des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e. V. (BBSB) ein anderes Fazit erkennbar.

Steffen Erzgraber, Landesgeschäftsführer Verbands- und Sozialpolitik des BBSB e. V. schreibt in seinem Vorwort dazu folgendes:

ein in vielerlei Hinsicht anderes Jahr liegt zurück und diesem Bericht zu Grunde:
Die Corona-Virus-Pandemie veränderte unser Leben fundamental: Infektionsschutz, Ausgangsbeschränkungen, soziale Distanz – aber vor allem der Umgang mit einer in unserer Generation nie da gewesenen Gefahr, einer weltweit verbreiteten Seuche mit teils schweren und sogar tödlichen Verläufen, prägen die Erinnerungen an das Jahr 2020.

Der vorliegende Geschäftsbericht vermittelt einen guten Eindruck davon, was wir trotzdem als Verband alles erreicht und bewegt haben.
Wir sind eine starke Gemeinschaft! „Wir tun alles dafür, den von uns vertretenen Menschen ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen“, heißt es in der Konzeption 2030 „Wie will ich leben“, die am 09.11.2019 in Augsburg verabschiedet wurde und unsere Ziele und Forderungen konkretisiert. Wir nehmen den Menschen in seiner Individualität, seinen Bedürfnissen aber auch Potentialen in den Fokus unseres Handelns und Planens. Zugleich stellen wir konkrete, mittel- bis langfristig erfüllbare Forderungen an Politik, Gesellschaft und uns selbst.

Kurzfristig überwog in 2020 die Bewältigung der Pandemie. Für viele Wochen war kein persönlicher Kontakt möglich. Wir mussten lernen, strikte Hygieneregeln aufzustellen und einzuhalten, trotz Maske und Lüften zu arbeiten und zu beraten.
Gerade die Beratung fand in zahllosen Fällen telefonisch oder als Video-Konferenz statt. Wir machten zwangsläufig einen großen Schritt hin zur Digitalisierung – und mussten dennoch teuer dafür bezahlen: Der persönliche, menschliche Kontakt ging in vielen Fällen ebenso verloren wie die gemeinsame Zeit. Zahllose Seminare, Schulungen und Ausflüge mussten auf 2021 und – wie wir mittlerweile wissen – 2022 verschoben werden. Und auch unsere 100%ige Tochter-Gesellschaft, das AURA-HOTEL Saulgrub gGmbH, war von den monatelangen Schließzeiten für Hotels betroffen und musste und muss staatliche Hilfe in Anspruch nehmen. Schließlich musste der Landesvorstand schweren Herzens den großen Festakt zum 100. Geburtstag des BBSB in der alten Kongresshalle absagen.

Dennoch gibt es auch in dieser Zeit Grund für Dankbarkeit. Dank strenger Regeln und der konsequenten Umsetzung der Hygienemaßnahmen durch alle ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kolleg*innen sind wir bislang ohne große Krankheitsausbrüche im Verein durch diese Krise gekommen. Unsere Pressekonferenz zum Vereinsjubiläum zeigt beispielhaft, wie schnell der Verein eine Herausforderung annehmen und digital bewältigen kann.

Stets sind wir für unsere Menschen da und bleiben was wir sind: Eine starke Gemeinschaft.
Erneut waren darüber hinaus der Ausbau und die Entwicklung unserer Beratungsdienste, die weitere Einführung der Marke „Blickpunkt Auge“ und größere und kleinere Projekte zu meistern.

Die trotz aller Einschränkungen große Nachfrage nach unseren etablierten Beratungsangeboten bestätigt uns in unserem Handeln:
Peer-Counselling durch unsere zertifizierten Berater*innen, allgemeine Sozial- und Rechtsberatung sowie Rechtsvertretung, die unersetzlichen Einsätze unserer Rehabilitationsfachkräfte im Dienste der überregionalen offenen Behindertenarbeit (üOBA), der Hilfsmittelberatungen sowie aller an der Beratung Beteiligten bieten ein bewährtes Fundament, das so in Deutschland einzigartig ist.

Aber auch neue Angebote entwickeln sich:
Die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) wird bekannter, erreicht immer mehr Menschen und baut ihr Netzwerk aus. Gerade auch im besonders niederschwelligen Bereich der Erst-Beratung, bei neu von Behinderung betroffenen Menschen und in komplexen Situationen ist uns diese Verstärkung überaus willkommen. Schließlich konnte auch unser Beratungsmobil in seinem vorletzten Projektjahr trotz langer Standzeiten eine solide Zahl an Beratungen erreichen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass bei allen Einschränkungen und Hindernissen, Sorge und Zurückhaltung unserer Ratsuchenden die Räder bei unseren Beratenden nie stillstanden. Online- und Telefonberatung sind anders und manchmal neu, brauchen aber vor allem mehr Zeit. Außerdem gilt es gerade in der Krise, für unsere Menschen da zu sein. Menschen werden trotz Corona immer noch von Sehbehinderung oder Blindheit betroffen und brauchen uns, brauchen den BBSB. Besonders hinweisen will ich deswegen auf unser Kummertelefon, das an Ostern und Weihnachten mit unseren Beratenden besetzt war und ein Zeichen gegen Verunsicherung und Einsamkeit setzte.

Schwerpunkte unserer politischen Aktivitäten bildeten – wie in den letzten Jahren – bauliche Barrierefreiheit, die Digitalisierung der Arbeitswelt sowie nicht zuletzt die schulische Bildung sehbehinderter und blinder Schüler*innen. Dabei sind die Berufung des Arbeitskreises Digitalisierung und die mittlerweile vierte Konferenz zur schulischen Inklusion nur zwei der Highlights dieses erneut sehr politischen Jahres.

Viel Raum nahm zudem die Wahrnehmung unserer Interessen bei der Pandemie-Bewältigung ein. Der BBSB konkretisierte schließlich seine Forderung zur Einführung einer Landesfachstelle Barrierefreiheit und Landesschlichtungsstelle nach dem Vorbild des Bundes und trat in der zweiten Jahreshälfte an unsere Partner in Selbsthilfe und Verbänden heran, um unser Anliegen vorzustellen und Mitstreiter zu gewinnen. Neben viel Zuspruch erhielten wir wertvolle Hinweise, die in die Weiterentwicklung unseres Konzepts eingehen.

Auch die wichtigen Kooperationen mit dem deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), der LAG Selbsthilfe, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und nicht zuletzt dem VdK Bayern und vielen weiteren konnten wir weiter pflegen und ausbauen.

Nur gemeinsam wird es gelingen, unser großes Ziel zu erreichen, die volle und gleichberechtigte Teilhabe im Sinne einer inklusiven Gesellschaft für die von uns vertretenen Menschen zu verwirklichen.

Getragen wird unsere Arbeit vom Geist unserer Satzung. Unser Ziel war und ist es, blinden und sehbehinderten Menschen ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in der Mitte der Gesellschaft zu ermöglichen. Dabei gilt unsere besondere Aufmerksamkeit sowohl Personen, deren Erkrankung zur Sehbehinderung oder Erblindung führen kann, als auch Menschen mit zusätzlichen Einschränkungen.
Es gilt, Taubblindheit als Behinderung eigener Art zu würdigen und die Betroffenen bestmöglich zu unterstützen und zu vertreten.

Unsere Stärke kommt dabei von innen. Der „Betrieb“ des BBSB e. V. umfasst mehr als 120 Beschäftigte, die rund 240 ehrenamtliche Kolleg*innen unterstützen. Gemeinsam bringen wir Kompetenz, Kraft und Können sowie eine oft jahrelange Erfahrung dafür ein, diese Ziele immer wieder und weiter zu verwirklichen.

Ich danke allen Mitgliedern, Kolleg*innen, Förderern und Unterstützern: Ohne Sie, ohne jede und jeden Einzelnen von Ihnen wäre der BBSB e. V. nicht derselbe und ein Stückchen ärmer.
Egal in welcher Rolle: Bleiben Sie an unserer Seite!

Wenn Sie sich über die vielfältigen Aktivitäten, die Aufgaben und Ziele und das Erreichte im Detail informieren möchten, bestellen Sie sich den für unsere Mitglieder kostenlosen Bericht in Punktschrift, Großdruck, per E-Mail oder auf CD im Daisy-Format.
Bestellungen nimmt das BIT-Zentrum des BBSB e. V. entgegen.
E-Mail: bit-bestellservice@bbsb.org
oder per Telefon unter der Nummer 0 89 55 9 88 136.
Bestellbar sind die verschiedenen Versionen ab sofort.
Auf der Website des BBSB e.V. wird der Geschäftsbericht zudem unter Publikationen als barrierefreies PDF bereitgestellt.

Ihr BBSB-Inform

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  • Judith Faltl: Telefon 0 89 - 68 52 58
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