Donnerstag, 29. April 2021

BBSB Mitgliederrundschreiben 2021: Die Zukunft im Blick – BBSB-Inform – 29.04.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute veröffentlichen wir für sie das diesjährige Mitgliederrundschreiben des BBSB e. V.

1920–2020 – Das sind 100 Jahre BBSB – 100 Jahre voller Engagement, Ideen, Umbrüche, Neubeginn, aber immer für unsere Mitglieder und die blinden und sehbehinderten
Menschen in Bayern. Gemeinsam mit Ihnen gehen wir die alltäglichen Probleme und Herausforderungen an. Gleichzeitig wollen und müssen wir unser Umfeld und
die Gesellschaft mitgestalten. Unser Motto lautet deshalb: 100 Jahre BBSB – Die Zukunft im Blick. Wir freuen uns, wenn auch Sie uns mit Ihrer Spende zusätzlich
unterstützen.

In diesem Rundschreiben informieren wir Sie über die aktuellen politischen Themen,
unsere Forderung nach Berücksichtigung von blinden und sehbehinderten Menschen in der Impfreihenfolge sowie von barrierefreien Zugängen der Impfzentren,
unser Kummertelefon während COVID-19,
den Umzug unserer Blickpunkt-Auge-Beratungsstelle Oberfranken nach Bayreuth
und unseren Newsletter BBSB-Inform, der 15 Jahre alt ist.

  1. Aktuelle Themen aus Verbands- und Sozialpolitik
    Auch im 100. Jahr seiner Vereinsgeschichte setzt sich der BBSB dafür ein, blinden und sehbehinderten Menschen ein möglichst selbstständiges und selbstbestimmtes
    Leben zu ermöglichen: Wir gestalten unsere Zukunft.
    Dazu ist politische Interessenvertretung an vielen Stellen notwendig – eine Aufgabe, die nur eine starke Gemeinschaft, wie sie der BBSB seit 100 Jahren
    ist, bewältigen kann.
    Die Schwerpunkte lagen und liegen derzeit im Bereich der baulichen und digitalen Barrierefreiheit und der schulischen Inklusion sehbehinderter und blinder
    Schülerinnen und Schüler.

Barrierefreiheit wird von Vielen im Freistaat Bayern als Ziel ausgegeben – aber niemand hat „den Hut auf“ und entwickelt, begleitet und überprüft den Abbau
von Barrieren. Das ist nicht unkritisch – denn: Ohne eine systematische Beteiligung der Menschen, die Barrierefreiheit brauchen, werden neue Hürden geschaffen
– und möglicherweise für die nächsten Jahrzehnte festgeschrieben. DIN-Normen müssen eingehalten werden – und wenn eine Unklarheit besteht, braucht es die
Beteiligung der Selbsthilfe, um die Kompromisse, die diskutiert werden, zu testen. Kurz: Ampeln sind überall gleich – egal ob in Flensburg oder Berchtesgaden
– , das muss auch für Leitsysteme für blinde Menschen gelten!

Ähnlich ist es in der sogenannten digitalen Welt, die die unsere rasant und in allen Lebensbereichen verändert: Wir müssen heute die Weichen stellen, damit
blinde und sehbehinderte Menschen ihren Arbeitsplatz bedienen, Haushaltsgeräte benutzen oder Bankdienstleistungen erhalten können – auch in Zukunft. Die
Hersteller müssen erkennen, dass es ohne barrierefreie Software für uns nur schwarze Bildschirme gibt. Ausreichend barrierefreie Software ist vorhanden,
sie muss nur im Vergaberecht vorgeschrieben und von den Bestellern gefordert werden. Außerdem müssen private Stellen, wie z.B. freie Wirtschaft, Software-Firmen
und Banken in die Pflicht genommen werden, mehr für Barrierefreiheit zu tun.
Darum fordern wir die Einführung einer Landesfachstelle Barrierefreiheit – nach dem Vorbild der Bundesfachstelle, die fachübergreifend und zentral arbeitet
und von den Menschen mit Behinderung selbst getragen wird. Es muss gelten: „Nichts über uns ohne uns!“

Ganz ähnliche Probleme erleben blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler: Sie haben in Bayern ein Wahlrecht, ob sie am Förderzentrum
oder inklusiv an ihrer Heimatschule lernen wollen. Damit sie aber eine echte Wahl haben, brauchen sie wesentlich mehr mobile sonderpädagogische Unterstützung und, soweit es nicht anders geht, Schulbegleiter. Und
es kann nicht angehen, dass im 21. Jahrhundert noch Schulbücher digital von den Verlagen produziert, nicht barrierefreie herausgegeben und dann
erst wieder mühsam in Medienzentren und an Schulen barrierefrei gemacht werden müssen.
Wir fordern, dass nur noch Schulbücher zugelassen werden, die auch in einer barrierefreien Form zur Verfügung stehen – und nicht erst in zehn Jahren.

Meine Damen und Herren, das sind große Ziele. Doch die Einführung des „Taubblindengeldes“ 2013 und „Sehbehindertengeldes“ 2018 zeigen, dass sich ein langer
Atem und Hartnäckigkeit lohnen!

  1. Umzug der Blickpunkt Auge-Beratungsstelle Oberfranken nach Bayreuth
    Am 1. September 2020 war es so weit, die Blickpunkt Auge-Beratungsstelle Oberfranken eröffnete am neuen Standort in Bayreuth. Drei neue Kolleginnen bringen
    frischen Wind in die Beratungsstelle: Sandra Gohle, Jutta Meier und Andrea Engelmann sind neu im Team von Manfred Voit und Hartmut Peckmann. Die neue Adresse
    mit Kontaktdaten ist:
    Carl-Schüller-Straße 10
    95444 Bayreuth
    Tel.: 0921 151260-0
    Fax: 0921 151260-29
    E-Mail: bayreuth@bbsb.org
    Mehr Informationen finden Sie unter:
    https://bbsb.org/der-bbsb/bezirksgruppen/oberfranken/
  2. Aktiv gegen Corona-Einsamkeit – „Kummer-Telefon“ des BBSB
    Wenig soziale Kontakte können ein Gefühl der Einsamkeit hervorrufen, die Nachrichtenflut schürt möglicherweise Unsicherheiten und einige fühlen sich schlicht
    und einfach hilflos. Daher hat der BBSB zweimal im vergangenen Jahr ein „Kummer-Telefon“ eingerichtet. Einmal im April und ein weiteres Mal zu Weihnachten.
    Getreu dem Motto „Gemeinsam durch die Krise trotz sozialer Distanz“ konnten blinde und sehbehinderte Menschen in Bayern das „Kummer-Telefon“ anrufen und
    mit Beraterinnen und Beratern sprechen. Wir danken unseren Helferinnen und Helfern – ehrenamtlich sowie hauptamtlich – , die sich für dieses Angebot eingesetzt
    haben.
  3. COVID-19-Impfungen für blinde und sehbehinderte Menschen
    Aus mehreren Gründen haben blinde und sehbehinderte Menschen ein höheres Risiko, an COVID-19 zu erkranken. Deshalb schrieben wir im Dezember 2020 an die
    seinerzeitige Gesundheitsministerin, Melanie Huml.
    Wir baten Frau Huml, sich dafür einzusetzen, dass blinde und sehbehinderte Menschen bei den bevorstehenden Impfungen mit Priorität berücksichtigt werden,
    um sie baldmöglichst aus der Virusverbreitung herauszunehmen und sie vor der Erkrankung zu schützen. Gleichzeitig baten wir sie, darauf hinzuwirken, dass
    die Impfzentren barrierefrei zugänglich und auch mit dem öffentlichen Personennahverkehr erreichbar sind. Inzwischen stehen wir im Austausch mit der Corona-Task-Force
    des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Den Leitfaden für barrierefreie Impfzentren der Bundesfachstelle Barrierefreiheit haben wir weitergegeben und
    versuchen, den Prozess so gut wie möglich für Sie zu gestalten. Die Kreisverwaltungsbehörden – sie richten die Impfzentren ein und betreiben sie – wurden
    für das Thema Barrierefreiheit sensibilisiert.
    Sicher ist auch, dass die Begleitung ins Impfzentrum akzeptiert wird.
    Für Ihren Corona-Impftermin haben Sie folgende Möglichkeiten:
    die Registrierung im zentralen Online-Tool zur Terminvereinbarung
    oder eine telefonische Terminvereinbarung.

Registrierung im zentralen Online-Tool zur Terminvereinbarung über die Internetadresse
www.impfzentren.bayern
(bitte empfohlene Browser „Firefox“, „Google Chrome“ oder „Microsoft Edge“ verwenden)
Über die bundesweite Zentralnummer 116 117 können Sie einen Corona-Impftermin vereinbaren. Diese Rufnummer ist allerdings derzeit stark frequentiert –
bringen Sie Geduld mit!

Außerdem bieten wir Ihnen Informationen an:
In unseren Beratungsstellen liegt die Liste der in Bayern geplanten Impfzentren, Stand 10.12.2020, aus.
Auf unserem BIT-Teleservice hören Sie unter der Rufnummer 089 14377399 in der Rubrik „Corona aktuell“ folgendes Dokument: „Aufklärungsmerkblatt zur Schutzimpfung
gegen COVID-19“ vom Deutschen Grünen Kreuz e. V. in Zusammenarbeit mit dem RKI vom 11.01.2021.

  1. Der Landesvorstand ist weiter für Sie persönlich da
    Wir möchten sowohl unseren Mitgliedern als auch den von Blindheit oder Sehbehinderung betroffenen Menschen in Bayern eine Kontaktaufnahme und einen daraus
    folgenden Dialog mit dem Landesvorstand des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes e.V. (BBSB) ermöglichen. Dies soll dazu beitragen, dass Entscheidungen,
    die in der Zuständigkeit des Landesvorstandes liegen, von Ihnen besser nachvollzogen werden können.
    Dazu wenden Sie sich bitte für eine Terminvereinbarung telefonisch oder
    per E-Mail direkt an die Assistentin des Landesvorstandes, Frau Maria Strach
    Tel.: 089 55988-324, E-Mail: Maria.Strach@bbsb.org.
  2. BBSB-Inform feiert 15-jähriges Jubiläum
    Ja wirklich, unser BBSB-Inform wird 15 Jahre.
    Wir erinnern uns: „Wer informiert ist, hat die Nase vorn. Dazu gehören die Bezieher des Newsletters BBSB-Inform,
    den der BBSB ab dem 1.3.2006 allen Onlinern kostenlos anbietet und der auch per Telefon abrufbar ist.“
    So wurde damals der kostenfreie, elektronische und akustische Newsletter angekündigt. Bis heute ist die Zahl der Abonnenten auf über 2.000 gewachsen. Ausgewählte
    Beiträge gibt es inzwischen auch auf Twitter.
    Das Redaktionsteam bestand damals aus Judith Faltl und Gustav Doubrava.
    Wie damals gilt dies auch heute – wenn Sie tagesaktuell informiert werden wollen, senden Sie eine leere E-Mail an
    mailto:bbsb-inform-subscribe@lists.bbsb.org.
    Dann erhalten Sie von Montag bis Freitag aktuelle Informationen aus dem Blinden- und Sehbehindertenwesen.
  3. Ihre Spende für das Referat Elternarbeit des BBSB e.V.
    Die Diagnose Blindheit oder Sehbehinderung eines Kindes betrifft das Leben der ganzen Familie. Die Kommunikation untereinander verändert sich; möglicherweise
    ganze Lebensperspektiven. Hierbei unterstützt das Referat Elternarbeit. Auch für selbst betroffene Eltern sind wir da. Die Referentinnen Frau Heike Thoma
    und Martina Hell planen jährlich Treffen und Veranstaltungen wie z. B. Erste-Hilfe-Kurs, Integrationstreff, Feriencamp oder auch Schwimmkurse. Auch wenn
    wir im Moment selbstverständlich die Gesundheit aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer schützen und uns an die jeweiligen Vorgaben halten, zu gegebener Zeit
    werden wir wieder Veranstaltungen durchführen. Denn gerade der Austausch untereinander ist für die Familien sehr wertvoll, das bestätigen sie uns immer wieder.

Wichtig ist aber auch die politische Arbeit. Ziel ist, die Situation der betroffenen Kinder und damit ihrer Familien bei der schulischen Inklusion langfristig
zu verbessern. Blinde und sehbehinderte Kinder sollen auf absehbare Zeit die Lernbedingungen bekommen, in denen sie ihr Potenzial voll entfalten können.
Bitte unterstützen Sie das Referat Elternarbeit mit Ihrer Spende!
Mehr Informationen unter:
https://bbsb.org/beratung-und-angebote/alltag-mit-blindheit-und-sehbehinderung/eltern/

  1. Und zu guter Letzt ……
    wünschen wir Ihnen viel Gesundheit und Kraft in diesen besonderen Zeiten.

Haben wir Ihr Interesse an einem Thema geweckt oder eine Frage offen gelassen?
Wir freuen uns von Ihnen in einer unserer Beratungsstellen zu hören!

Mit herzlichen Grüßen
Judith Faltl
Landesvorsitzende

Dr. Stefan Insam
Stv. Landesvorsitzender

Steffen Erzgraber
Landesgeschäftsführer Verbands- und Sozialpolitik

Christian Scherm
Landesgeschäftsführer Finanzen und Administration

PS: Ihrem Schwarzschriftexemplar liegt ein Rückantwortkuvert bei, mit dem Sie kostenlos Informationen zur BBH und zum BIT-Zentrum, sowie Vorsorgeunterlagen
für Unfall, Krankheit und Alter anfordern können.

Ihr BBSB-Inform

BBSB-Inform wird Ihnen, wann immer Sie das wollen, am Telefon vorgelesen. Wählen Sie: 0871 7000 14000. Es gilt das für den benutzten Anschluss vereinbarte Verbindungsentgelt ohne Aufschlag.

Das Redaktionsteam können sie folgendermaßen erreichen:

  • Mail: mailto:bbsb-inform@bbsb.org
  • Judith Faltl: Telefon 0 89 - 68 52 58
  • Tobias Michl: Telefon 0 89 - 59 94 38 62

Wenn Sie sich zum bbsb-inform-Newsletter anmelden möchten, schicken Sie eine leere E-Mail an mailto:bbsb-inform-subscribe@lists.bbsb.org
Dann erhalten Sie von Montag bis Freitag aktuelle Informationen aus dem Blinden- und Sehbehindertenwesen.

Eine Abmeldung ist jederzeit möglich. Senden Sie hierfür eine leere E-Mail an mailto:bbsb-inform-unsubscribe@lists.bbsb.org

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