Donnerstag, 23. Januar 2020

Das schreibt die Mainpost zum BFW Neujahrsempfang am 17. Januar: BFW-Haus ist mit 220 Rehabilitanden voll belegt – BBSB-Inform – 23.01.2020

Sehr geehrte Damen und Herren, Nach zwei Jahren im Amt hatte Geschäftsführer Karsten Hohler beim Neujahrsempfang des Berufsförderungswerk Würzburg in Veitshöchheim wieder allen Grund zur Freude . Einschneidende Zäsur nach Geschäftsführerwechsel beim in Veitshöchheim ansässigen Berufsförderungswerk Würzburg (BFW)", so lautete vor zwei Jahren beim Neujahrsempfang der Bildungseinrichtung für Blinde und Sehbehinderte die Schlagzeile. Kurz zuvor war der seit 1980 in Veitshöchheim beheimatete "Dampfer" des BFW in heftige Stürme geraten. Nach zwei Jahren im Amt hatte nun Geschäftsführer Karsten Hohler beim Neujahrsempfang wieder allen Grund zur Freude. Er konnte verkünden, dass wieder Ruhe im Haus eingekehrt ist. Das Dampferbild vom BFW, so Hohler, könne nun getrost beerdigt werden, denn die Einrichtung habe sich aus eigener Kraft freigeschwommen mit ihren 100 Mitarbeitern in Zusammenarbeit mit Partnern und Kostenträgern sowie mit blinden und sehbehinderten Menschen, die ihre Zukunft mit dem BFW verknüpfen. Vor den 60 Gästen, darunter auch viele Vertreter aus Politik und Partner des BFW, berichtete der Geschäftsführer, dass die Belegung mit aktuell 220 Rehabilitanden einen Riesenerfolg darstelle. Auch sei die Hochrechnung für 2019 positiv, dass noch etwas überbleibt, obwohl fast eine Million Euro in die Einrichtung investiert wurde. So hat das BFW ein Blockheizkraftwerk bekommen, wurden die Aufzüge saniert, werde gerade der Pausenhof saniert und man bekomme neue Zimmer. Weiter wurden in dem EDV- basierten Betrieb, in dem jeder der Rehabilitand einen PC hat, bereits zweimal bis zu 70 Arbeitsplätze ausgetauscht und Kabelverbindungen gelegt. Investitionen für 2,2 Millionen Euro Im Plan seien nun 2,2 Millionen Euro für weitere Investitionen eingestellt. Es gehe aber nicht nur technisch, sondern auch konzeptionell und strukturell weiter. Im Februar laufe laut Hohler das modellhafte Drei-Millionen-Euro-Projekt zur Integration langzeitarbeitsloser Blinder und Sehbehinderter ins Arbeitsleben und damit auch die Bundesförderung aus. Nun mache das BFW weiter mit eigenen Mitteln. Mit dem Zitat "Nichts ist so kontinuierlich wie der Wandel" verdeutlichte Aufsichtsratsvorsitzende Judith Faltl, dass das BFW vor großen Herausforderungen stehe. Deshalb gelte es, sich immer wieder neu zu erfinden und die Rehabilitanden so auszubilden, dass sie einen Beruf in einer digitalisierten Welt gut ausüben können. Das BFW wird laut Hohler versuchen, auch den Menschen, die bisher nicht zu der Einrichtung gefunden haben, den Weg in die berufliche Reha zu ermöglichen. Mit der IHK will er deshalb über die Ausweitung des eLearning reden, eine Trainerakademie einrichten und das PeerCoaching weiterentwickeln. So sollen in der Fläche in Süddeutschland in den kleineren Ballungszentren Mini-Jobber des BFW neben ihrem anderen Job Menschen beraten, begleiten und mit dem Case-Manager koordinieren. Nach Zustimmung der Kostenträger könne dieses Projekt nun gestartet werden. Zwei Syrer berichteten von ihrer Flucht Das BFW hat auch Zulauf aus der ganzen BRD von durchschnittlich 40 blinden oder sehbehinderten Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund. Sie machen hier einen Sprachkurs bis B 2, und erste Teilnehmer sind nun in der Grund-Reha. Zwei von ihnen, die blinden Syrer Ahmad Msalam und Yasser Alhussain, lösten beim Empfang Betroffenheit aus, als sie über ihre Flucht im Jahr 2015 berichteten. Durch die Ausbildung im BFW haben sie nun wieder eine Zukunft. Nach Absolvierung der Grund-Reha möchte der 26-jährige Yasser eine Ausbildung zum Physiotherapeuten machen und der 32-jährige Ahmad strebt beim BFW eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten an. Ihr BBSB-Inform BBSB-Inform wird Ihnen, wann immer Sie das wollen, am Telefon vorgelesen. Wählen Sie: 0871 7000 14000. Es gilt das für den benutzten Anschluss vereinbarte Verbindungsentgelt ohne Aufschlag. Das Redaktionsteam können sie folgendermaßen erreichen: - Mail: mailto:bbsb-inform@bbsb.org - Judith Faltl: Telefon 0 89 - 68 52 58 - Christian Schöpplein: mailto:christian.schoepplein@bbsb.org Wenn Sie sich zum bbsb-inform-Newsletter anmelden möchten, schicken Sie eine leere E-Mail an mailto:bbsb-inform-subscribe@lists.bbsb.org Dann erhalten Sie von Montag bis Freitag aktuelle Informationen aus dem Blinden- und Sehbehindertenwesen. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich. Senden Sie hierfür eine leere E-Mail an mailto:bbsb-inform-unsubscribe@lists.bbsb.org

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