BBSB-Inform am 13.07.2026
Sehr geehrte Damen und Herren,
Betrugsmaschen wie der sogenannte Enkeltrick, falsche Polizeibeamte oder betrügerische Anrufe mit angeblichen Notlagen nehmen seit Jahren zu. Besonders häufig richten sich diese Taten gegen ältere Menschen. Ziel der Täter ist es, Vertrauen zu erschleichen, Druck aufzubauen und Betroffene zu schnellen, unüberlegten Entscheidungen zu bewegen.
Für blinde und sehbehinderte Seniorinnen und Senioren bestehen dabei besondere Risiken. Wenn Personen an der Wohnungstür nicht erkannt werden können, Ausweise nicht lesbar sind oder Schriftstücke, Verträge und Rechnungen nicht überprüft werden können, wird es für Betrüger leichter, glaubwürdig aufzutreten. Auch am Telefon oder per Sprachnachricht nutzen Täter gezielt Unsicherheiten aus und geben sich als Angehörige, Behörden oder bekannte Dienstleister aus.
Hinzu kommt, dass viele Betrugsversuche gezielt auf Hilfsbereitschaft und Verantwortungsgefühl setzen – etwa durch angebliche Notfälle von Familienmitgliedern oder dringende Zahlungsaufforderungen. Gerade wenn Informationen nicht visuell überprüfbar sind, ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen und keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen.
Unsere Empfehlungen
- Geben Sie keine persönlichen Daten, Bankinformationen oder Bargeld an unbekannte Personen weiter
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – echte Behörden oder Angehörige verlangen keine sofortigen Geldübergaben
- Beziehen Sie im Zweifel eine Vertrauensperson ein oder beenden Sie das Gespräch
- Im Verdachtsfall: Kontaktieren Sie die Polizei oder eine für den Verbraucherschutz zuständige Beratungsstelle
Informationsmaterial zum Mitnehmen
Um über gängige Betrugsmaschen aufzuklären und konkrete Handlungsempfehlungen zu geben, haben wir den Flyer „Schutz vor Betrug“ erstellt. Dieser richtet sich speziell an Seniorinnen und Senioren und behandelt unter anderem den Enkeltrick sowie weitere bekannte Betrugsformen in verständlicher und kompakter Form.
Der Flyer ist auf Initiative unseres Referats für Senioren, Hör- und Seheinschränkung entstanden. Der BBSB e. V. selbst bietet keine offiziellen Beratungs- oder Unterstützungsdienstleistungen zu Betrugsfällen an, möchte aber mit diesem Informationsangebot über dieses Thema aufklären und insbesondere Seniorinnen und Senioren präventiv vor bekannten Betrugsmaschen aufmerksam machen.
Erfahren Sie auf unserer Website mehr über unser Referat Hör-/Seheinschränkung und Senioren:
https://bbsb.org/beratung-und-angebote/themen/hoereinschraenkung-senioren
Der Flyer kann ab sofort unter folgender E-Mail-Adresse bestellt werden:
baerbel.ziegler@bbsb.org
Wir empfehlen, ihn weiterzugeben und das Thema offen im Familien- und Bekanntenkreis anzusprechen.
Ihr BBSB-Inform