03.02.2026
Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB) veranstaltete am 31. Januar eine sogenannte „Führhundrallye“ durch Würzburgs Innenstadt. In drei Gruppen aufgeteilt besuchten Führhundhaltende mit ihren Hunden sowie sehenden Begleitungen mehrere Geschäfte und testeten verschiedene Verkehrsmittel. Ziel der Aktion des Arbeitskreises für Führhundangelegenheiten war, darauf hinzuweisen, dass Menschen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr oder in Geschäften/Arztpraxen mitunter Hürden erleben.
„Wir haben Würzburgs Innenstadt als offene und sehr freundliche Stadt erlebt. Alle unsere Teilnehmenden rannten quasi offene Türen ein und sie waren mit ihren Führhunden überall willkommen“, erklärt Stephan Dietrich, Organisator der Aktion und Referent des Arbeitskreises Führhundangelegenheiten beim BBSB in München. Er zeigte sich mit der geleisteten Aufklärungsarbeit sehr zufrieden. Interessierte konnten sich an einem Infostand in der Otto-Wels-Straße in Würzburg über das Thema informieren. Der Stand war von Mitarbeitenden der Blickpunkt-Auge Beratungsstelle Würzburg besetzt.
Die drei Gruppen bestanden aus je zwei Führhundhaltenden plus sehende Begleitungen. Prominente Gäste waren auch dabei, so haben sich der Landtagsabgeordnete Patrick Friedl (Bündnis90/Die Grünen), die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Sandra Vorlova, die Stadträtin Silke Trost, Thomas Matic, Mitglied der Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung der Stadt Würzburg und Bernd Karl, Bereichsleiter der Würzburger Straßenbahnen, Zeit für diese Aktion genommen und schlossen sich einer Gruppe an. Ebenso mit von der Partie waren Karl Depner, Landesvorstand des BBSB und Referent der Arbeitskreise bauliche und digitale Barrierefreiheit, Martin Weber, stellvertretender Bezirksgruppenleiter Unterfranken Würzburg (BBSB) und Bernhard Hug, Orientierungs- und Mobilitätstrainer aus München.
Das Thema der Aktion war „Reisen mit Blindenführhund“ und aus diesem Grund steuerten die Gruppen im Rahmen der Rallye Reisebüros und Hotels in Würzburgs Innenstadt an. Einige Mitarbeitende staunten nicht schlecht, als die Gruppe – auch noch in Begleitung eines Filmteams von TV Mainfranken – durch die Eingangstüre kamen.
Die Gruppen klärten alle Beteiligten darüber auf, dass Menschen in Begleitung von Führhunden nach § 12 e BGG Behindertengleichstellungsgesetz der Zutritt überall gewährt werden muss. Dies gilt für Läden, Arztpraxen, Hotels, Restaurants und natürlich auch für sämtliche Beförderungsmittel wie Bahn, Bus, Tram oder Taxis. Aber auch hier zeigte sich Würzburg von der freundlichen Seite, die Ralleyteilnehmenden probierten mehrere Transportmittel aus und überall gab es nur freundliche Reaktionen.
Pressekontakte
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Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB)
Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e. V. (BBSB) ist die Selbsthilfeorganisation der rund 100.000 blinden, sehbehinderten und zusätzlich gehandikapten Menschen in Bayern. Er vertritt ihre Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Ziel des BBSB e.V. ist es, blinden und sehbehinderten Menschen ein selbstbestimmtes und möglichst selbstständiges Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. In zehn Blickpunkt Auge-Beratungsstellen bietet der BBSB e.V. wohnortnahe Hilfen an – dazu gehören der ambulante Reha-Dienst mit Schulung in selbständiger Haushalts- und Lebensführung, sozialrechtliche Beratung, individueller Textservice, berufliche Rehabilitation, Austausch mit Gleichbetroffenen, Freizeit und Fortbildung.