Aufbau des Auges
Das Auge ist ein perfektes und kompliziertes Organ. Es reagiert auf optische Reize und kann Licht mit einer Wellenlänge von etwa 380 nm bis 780 nm wahrnehmen. Um die Reize bündeln und verarbeiten zu können, müssen zahlreiche Bestandteile am und im Auge zusammenspielen.
Das Augenlid verteilt beim Auf- und Abbewegen Tränenflüssigkeit auf der Hornhaut und benetzt diese. Gleichzeitig schützt es das Auge, indem es sich schließt – so kann es Verletzungen und plötzliche Lichteinstrahlung abwehren. Die Tränenflüssigkeit befeuchtet, desinfiziert und säubert die Hornhaut und versorgt sie mit Nährstoffen.
Ist die Tränenflüssigkeit nicht intakt oder ist zu wenig davon vorhanden, spricht man von einem „trockenen Auge“. Häufig liegen äußere Ursachen vor, etwa trockene Luft oder Rauch. Auch verschiedene Erkrankungen können dieses Syndrom auslösen.
Die Hornhaut ist der vordere, durchsichtige Teil des Auges. Sie liegt vor der Pupille und der Iris und bewahrt das Auge vor Fremdkörpern sowie Infektionen.
Durch ihre natürliche Wölbung übernimmt die Hornhaut zusammen mit der Augenlinse den größten Teil der Lichtbrechung. So kann auf der Netzhaut ein scharfes Bild entstehen.
Das Kammerwasser befindet sich in der vorderen und hinteren Augenkammer. Es versorgt Linse und Hornhaut mit Nährstoffen. Außerdem stabilisiert es die Form des Auges und reguliert den Augeninnendruck.
Die Iris, auch Regenbogenhaut genannt, ist die Blende des Auges und durch Pigmente gefärbt. Sie ist ein Muskel, der den Lichteinfall durch die Pupille reguliert, indem er sich zusammenzieht oder öffnet.
Die Pupille ist die natürliche Öffnung der Iris. Sie reguliert den Lichteinfall ins Auge, indem sie sich vergrößert oder verkleinert. Bei Helligkeit wird sie z. B. kleiner, sodass weniger Licht ins Auge gelangt und die Blendung reduziert wird.
Die Linse wirkt wie eine Pluslinse. Sie bündelt das durch die Pupille eintretende Licht so, dass auf der Netzhaut ein scharfes Bild entstehen kann. Mithilfe der Linsenbänder und des Ziliarmuskels verändert sie ihre Krümmung. Dadurch wird die Akkommodation, also die Nah- und Ferneinstellung, ermöglicht.
Der Ziliarkörper ist ringförmig und sowohl für die Akkommodation (zusammen mit den Linsenbändern) sowie für die Entstehung des Kammerwassers verantwortlich.
Zum Ziliarkörper gehört auch der Ziliarmuskel. Dieser ermöglicht durch An- und Entspannung eine Veränderung der Form der Augenlinse. Dadurch wird das Sehen in der Nähe und der Ferne ermöglicht.
Der Glaskörper stabilisiert die Form des Auges. Er ist mit einer transparenten, gelartigen Flüssigkeit gefüllt und liegt zwischen Linse und Netzhaut. Das eintreffende Licht durchquert ihn auf dem Weg zum Augenhintergrund.
Die Netzhaut enthält spezialisierte Sinneszellen, die sogenannten Photorezeptoren. Diese wandeln Lichtreize in elektrische Signale um und bilden damit die Grundlage unseres Sehens.
Zu den wichtigsten Photorezeptoren gehören Stäbchen und Zapfen: Stäbchen ermöglichen das Sehen in der Dämmerung, Zapfen sind für das Tagsehen und das Erkennen von Farben verantwortlich.
Der „Gelbe Fleck“, auch Makula genannt, ist ein Teilbereich der Netzhaut und die Stelle des schärfsten Sehens. Dort ist die Anzahl der Sehzellen am höchsten. Diese sind für ein detailliertes, scharfes und kontrastreiches Sehen verantwortlich.
Der Sehnerv verbindet beide Augen mit dem Gehirn und überträgt die Impulse aus jedem Auge. Erst anschließend werden die visuellen Informationen zu Bildern verarbeitet und interpretiert.
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