Beratung für Diabetiker und Diabetikerinnen

Retinopathie: Tipps zur Blutzuckereinstellung für sehbehinderte oder blinde Diabetiker und Diabetikerinnen

DBSV/A.Friese

Die diabetische Netzhaut-Erkrankung (Retinopathie) ist eine chronische Durchblutungsstörung der Netzhaut, die das Sehen beeinträchtigen und unter Umständen zur Erblindung führen kann. Sie ist eine der häufigsten Spätfolgen der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).

Wir informieren sehgeschädigte Diabetiker und Diabetikerinnen darüber, wie sie ihre Blutzuckereinstellung wieder in den Griff bekommen können. Sie erhalten praktische Tipps zum Umgang mit der Retinopathie:

  • Ernährung
  • medizinische Versorgung
  • Lebensführung
  • Bewegung
  • Hilfsmittel wie akustische Blutdruck- und Blutzuckermessgeräte

Nachdem sich die Hilfsmittel in den letzten Jahren technisch sehr verbessert haben, ist in diesem Bereich der Beratungsbedarf deutlich gestiegen. So kann man heute beispielsweise mit Handy, Tablet etc. und den dazugehörigen Apps den Blutzucker messen.

Neben der Beratung erscheint viermal jährlich eine DAISY-CD mit aktuellen Informationen zu Ernährung, Wissenschaft und Lebensführung bei Diabetes.  Gerne können Sie auch unseren Flyer „Diabetes und Sehbehinderung – praktische Tipps“ beziehen.

Frühzeitige Aufklärung von Diabetikern und Diabetikerinnen ist wichtig

Da Diabetes zu schwerwiegenden Augenerkrankungen führen kann, ist vor allem die frühzeitige Aufklärung von Diabetikern und Diabetikerinnen besonders wichtig. Laut dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) sind mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes mellitus erkrankt. Dieser kann bereits in jungen Jahren zu Sehbehinderung oder Erblindung führen. Aus diesem Grund sind „regelmäßige augenärztliche Untersuchungen die Basis, um das Sehvermögen der Betroffenen sicher und langfristig zu bewahren. Bei diesen Untersuchungen fallen Veränderungen an der Netzhaut des Auges auf, lange bevor die Patienten selbst Symptome bemerken. Und dann kann eine Behandlung frühzeitig eingeleitet werden, sodass bleibende Schäden vermieden werden.” (vgl. BVA: https://biermann-medizin.de/diabetische-retinopathie-nur-etwa-jeder-zweite-diabetiker-geht-regelmaessig-zur-augenkontrolle/, Stand: Februar 2019).

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