Dienstag, 05. Juli 2022

Aufkleber machen auf Blindenleitsystem in der Sendlingerstraße aufmerksam / Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB) unterstützt diese Aktion

Ein Mann mit Gehstock steht auf dem Leitsystem in der Sendlinderstr. in München. Rechts auf dem Boden ist ein blauer Aufkleber mit Aufschrift "Leitsystem freihalten". Hintergrund: Geschäftshäuser Sendlingerstraße.
Foto: BBSB/Bernhard Claus, Mitarbeiter Barrierefreiheit BBSB e.V.

München, 5. Juli 2022. Im Rahmen eines Pilotprojekts weisen blaue Aufkleber auf das Blindenleitsystem in einem Teilstück der Sendlinger Straße zwischen Hermann-Sack-Straße und Rosental hin. Dargestellt ist eine blinde Person und die Aufschrift „Leitsystem freihalten“. In der Größe einer Gehwegplatte sind die Hinweise für sehende Menschen kaum zu übersehen. Die Botschaft fordert Passantinnen und Passanten auf, das taktile Leitsystem freizuhalten. So soll das Abstellen von Fahrrädern oder Rollern auf den gerippten Platten verhindert werden.

Sehende Menschen nehmen ein Blindenleitsystem auf einem Gehweg mitunter nur nebenbei wahr. Für blinde Menschen oder Menschen mit Sehbehinderung sind diese Leitsysteme ein Stück Unabhängigkeit für ein selbstständiges Leben. „Wir freuen uns sehr, dass diese Aufkleber nun zum Einsatz kommen. Leider behindern häufig achtlos abgestellte Fahrräder oder Roller die Leitsysteme. Für Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit ist das nicht nur ärgerlich, sondern auch eine Stolperfalle“, erklärt Bernhard Claus, Mitarbeiter für Barrierefreiheit beim Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB) in München.

Die auffälligen blauen Aufkleber befinden sich bei jeder Straßenlaterne direkt neben dem Blindenleitstreifen. Ein Blindenleitsystem ermöglicht blinden Menschen die Orientierung im Straßenraum oder im U-Bahnhof. Idealerweise besteht dieses taktile Leitsystem aus Rippen- und Noppenplatten am Boden. Die in einer Linie aneinander gereihten Rippenplatten dienen blinden Menschen als Leitstreifen. Die quadratischen Noppenplatten dienen dazu, auf etwas aufmerksam zu machen – etwa auf einen Richtungswechsel oder den Beginn des taktilen Leitsystems. Da in diesem Teilstück das Leitsystem besonders häufig durch abgestellte Gegenstände blockiert war, startet das Pilotprojekt hier.

Die Initiative für dieses Projekt ging vom städtischen Beraterkreis für Barrierefreies Planen und Bauen und dem Büro des Behindertenbeauftragten der Landeshauptstadt München im Sozialreferat sowie vom Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB) aus. Unterstützt wird das Projekt vom Mobilitätsreferat und vom Baureferat, das die Maßnahme auch umsetzt und finanziert. Nach einem Jahr wird das Pilotprojekt evaluiert und im Expert*innenkreis entschieden, ob weitere Piktogramme im Münchner Stadtgebiet aufgebracht werden. „Zum einen hoffen wir sehr darauf, dass künftig das Leitsystem freigehalten wird. Wenn zusätzlich Bürgerinnen und Bürger dadurch auf die Belange von Menschen mit Behinderung sensibilisiert werden, ist wieder ein Schritt in Richtung Inklusion und respektvollem Miteinander erreicht“, erklärt Bernhard Claus abschließend.

Pressekontakt

Gundhild Heigl
Leitung Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising
gundhild.heigl@bbsb.org
089/55988-424
www.bbsb.org

Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB)

Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB) ist die Selbsthilfeorganisation der mehr als 100.000 blinden, sehbehinderten und zusätzlich gehandikapten Menschen in Bayern. Er vertritt ihre Interessen gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Ziel des BBSB e.V. ist es, blinden und sehbehinderten Menschen ein selbstbestimmtes und möglichst selbstständiges Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. In zehn Blickpunkt Auge-Beratungsstellen bietet der BBSB e.V. wohnortnahe Hilfen an – dazu gehören der ambulante Reha-Dienst mit Schulung in selbständiger Haushalts- und Lebensführung, sozialrechtliche Beratung, individueller Textservice, berufliche Rehabilitation, Austausch mit Gleichbetroffenen, Freizeit und Fortbildung.

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